Kontakt
Suche
 

Startseite  Schwerpunkte  Aktuelles Aktiv Hilfe Interaktives




Artenschutz
Regenwald
Tierschutz
Weitere Umweltthemen

:: Skifahren ::
 
Von Jenny Guo, 21. März 2003

In der heutigen Zeit fahren ziemlich viele Menschen Ski. Vielleicht gehörst du ja auch dazu, vielleicht aber auch nicht. In diesem Artikel möchte ich dich über die Schäden, und deren Folgen aufklären, die diese Sportart anrichtet, wie du sie verringern oder sogar vermeiden kannst.

Zuerst einmal etwas zu den Schäden und ihren Folgen:

1. Schon beim Bau einer Skipiste müssen unzählige Bäume mitsamt ihren Wurzeln
herausgerissen werden. Außerdem müssen manchmal sogar Felsen gesprengt und Flüsse umgeleitet werden.

Durch die Rodungen erhöht sich die Lawinengefahr, da Bäume normalerweise Lawinen aufhalten.

Außerdem führen Bäume den wichtigen Prozess der Fotosynthese durch. Bei diesem wird Kohlendioxid (das wir ausatmen und das bei der Verbrennung von Kohle, Erdöl etc. entsteht) in Sauerstoff (das was wir einatmen) verwandelt. Diesen Prozess können nur Pflanzen führen und da wir alle Sauerstoff zum Leben brauchen, sind Pflanzen lebenswichtig für uns.

2. Ein weiteres Problem sind die Pistenraupen, da sie die Schneedecke so sehr zusammendrücken und verdichten, dass die Pflanzen gar nicht mehr atmen können ,
und deshalb verfaulen oder aussterben. Wenn die Pflanzen aussterben, kann die Erde praktisch kein Wasser mehr aufsaugen, da eine mit Pflanzen bedeckte Wiese wie ein Schwamm wirkt, der den Regen aufsaugt. Wird der Regen nun aber nicht mehr aufgesaugt, sondern fließt hinunter, nimmt er auch immer mehr Erde mit sich. Dieser Vorgang wird Bodenerosion genannt.

3. Vor allem bei einer nur ganz dünnen Schneedecke, durch die an manchen Stellen etwas Gras herausschaut, wird das Gras und die empfindliche Humusschicht von den scharfen Kanten der Skier und von den Pistenraupen zerstört. Dies führt natürlich auch zu Bodenerosion, wie schon oben erklärt.

4. Die Schneekanonen richten auch großen Schaden an, da durch den Kunstschnee die Periode, in der die Pflanzen wachsen können, verkürzt werden. Außerdem verbrauchen Schneekanonen Unmengen an Wasser und Energie und es müssen noch lange Leitungen hinauf zur Piste gebaut werden.

Um den Schnee zu verfestigen, wird zudem oft Schneezement verwendet. Dieser Schneezement besteht aus einem Stickstoffdüngemittel, das Gewässer und Grundwasser belastet.

5. Da immer mehr Leute Skifahren, werden immer neue Pisten, Zufahrtsstraßen und Hotels gebaut. Dadurch wird der Lebensraum vieler Tiere zerstört.

6. Allein für die Anreise verbrauchen wir schon viel Energie in Form von Benzin oder Diesel. Wie ihr sicherlich wisst, trägt der daraus resultierende, verstärkte Ausstoß an Kohlenstoffdioxid zum Treibhauseffekt bei. Durch diesen, das haben Wissenschaftler festgestellt, erwärmt sich unsere Erde allmählich.

Was kann jeder Einzelne gegen die Umweltzerstörung beim Skifahren unternehmen?

Am Besten wäre es natürlich wenn man ganz aufs Skifahren verzichtet. Schließlich gibt es auch andere, umweltfreundlichere Sportarten, die auch Spaß machen, wie z.B. Radfahren, Joggen und Wandern. Wer nicht aufs Skifahren verzichten kann, sollte folgende Regeln beachten:

1. Möglichst nur dann Skifahren, wenn der Schnee dicker als 30cm ist. Erst dann sind die Pflanzen vor den scharfen Kanten der Skier geschützt.

2. Niemals abseits der Piste fahren. Den im Tiefschnee oder im Wald zu fahren mag sich vielleicht als naturverbunden anhören, aber es ist alles andere als gut für die Natur. Denn
gerade dort wird großer Schaden angerichtet, da mit den scharfen Kanten unter dem Schnee verborgene junge Bäume "geköpft" und Wild aufgescheucht wird.

Dies ist für die Tiere, die größtenteils Winterschlaf halten, sehr gefährlich. Denn die Flucht kostet sie lebensnotwendige Energiereserven. Außerdem schädigt häufiger Streß die Tiere ganz besonders.

Dies ist auch ein Grund, warum nicht nur der Abfahrtslauf umweltschädigend ist, sondern auch der Langlauf. Denn auch Langläufer stören gelegentlich solche zurückgezogenen Tiere.

3. Im Sommer sollte man auf Skisport ganz verzichten und nicht extra in Gletschergebiete fahren. Gletscher sind nämlich eine wichtige Trinkwasserreserve. Skiwachs, Abfälle und Treibstoffe der Planierraupen verseuchen sie nur.

4. Wenn möglich, sollte man mit der Bahn oder mit einem Bus anreisen. Da, wie oben schon erwähnt, Abgase der Umwelt schaden. Außerdem ist ein mehrtägiger Aufenthalt besser als mehrere Tagesausflüge.

5. Ebenso ist die Auswahl des Skiortes wichtig. Man sollte möglichst einen Ort wählen, der nicht weit entfernt liegt und in dem die Pisten landschaftsgerecht gestaltet sind.

Dagegen sollte man Orte boykottieren, die die Landschaft den Pisten unterworfen haben oder gar Kunstschnee einsetzen. In Naturschutzgebieten sollte man grundsätzlich nicht Skifahren.

Das wären also die wichtigsten Regeln für diejenigen, die auf Skisport trotz allem nicht verzichten möchten. Jedoch sollte man sich lieber fragen:

Gibt es für mich keine Alternative zum Skifahren?

:: Weitere Informationen ::

Weitere Informationen findet ihr unter anderem unter:

http://www.jugendumwelt.de/juckreiz/jr12/skifolge.htm